Emotionale reaktivität psychologie
Zur Überprüfung zentralnervöser Reaktionen wurden während der gesamten Erhebung die Herzraten sowie die elektrodermale Aktivität erhoben. Zur psychophysiologischen Erfassung emotionsspezifischer, d. Corrugator supercilii sowie des M. Orbicularis oculi abgleitet. Im Zuge der Reizexposition wurden bei allen Probandinnen Reaktionen entsprechend der Expositionsbedingung gefunden, so dass das Induktionsmaterial als wirksam eingeschätzt werden kann.
In den psychologischen Selbsteinschätzungen konnten signifikante Unterschiede zwischen den Borderline- und Depressions-Patientinnen einerseits und der gesunden Kontrollgruppe andererseits nachgewiesen werden. Dabei zeigten die Patientinnengruppen im Vergleich zur gesunden Kontrollgruppe ein negativeres Stimmungsprofil und ein erhöhtes Erregungsniveau.
Hier finden Sie Informationen zu unseren aktuellen Forschungsschwerpunkten und Forschungsprojekten. Die Forschungsvorhaben unserer Arbeitsgruppe beruhen auf der Annahme, dass Entwicklung über die gesamte Lebensspanne bis ins hohe Alter hinein möglich ist. Mit Blick auf die Entwicklungsbereiche liegt unser Forschungsschwerpunkt auf Emotionen und ihren Verschränkungen mit motivationalen, sozialen und kognitiven Prozessen.
Dabei geht es uns zum Einen darum, die emotionale Entwicklung vom Jugendalter bis ins hohe Alter hinein als einen Prozess zu beschreiben, der zu jedem Zeitpunkt im Leben gleichzeitig Gewinne und Verluste umfasst. Zum Anderen ist es unser Ziel, die Rolle von Emotionen und emotionalen Kompetenzen für eine erfolgreiche Entwicklung in verschiedenen Lebensbereichen zu untersuchen.
Ein weiterer Schwerpunkt unserer Arbeit ist die Psychologie der Weisheit. Wir interessieren uns für Altersunterschiede im weisheitsbezogenen Wissen sowie für die Interaktionen zwischen weisheitsbezogenem Wissen und weisheitsbezogenem Handeln. Unsere methodischen Schwerpunkte sind überwiegend im Bereich der experimentellen Entwicklungspsychologie angesiedelt.
Nach dieser Theorie entstehen Emotionen daher aufgrund der Wahrnehmung von körperlichen Veränderungen, d. Physiologische und behaviorale Reaktionen sind demnach für die Entstehung von Emotionen notwendig und differenzieren zwischen verschiedenen Emotionen. Andererseites zeigen Untersuchungen zum emotionalen Erleben, dass für das subjektive Erleben von Emotionen das Empfinden von physiologischen Reaktionen nicht zwangsläufig notwendig ist.
Doch Akzeptanz betraf in unserer Studie nicht die Emotionen z. Akzeptanz des empfundenen Ekels vor einer Verletzung , sondern die Situationen z. Dunn und Kollegen fanden in ihrer Studie mit Gemeindehelfern, dass Akzeptanz von kritischen Ereignissen eine Form von Nichtregulation darstellen könnte und negative Gefühle sowohl in einer Situation als auch danach aufrechterhält [ 8 ].
Möglicherweise akzeptieren dagegen Rettungskräfte solche Ereignisse vordergründig als festen Bestandteil ihres Berufs. Diese Art der Akzeptanz stellte sich als unabhängig vom Stresserleben heraus. Zudem sind entsprechend unseren Ergebnissen verschiedene maladaptive Bewältigungsstrategien mit stärkerem chronischem Stress assoziiert, in diesem Falle Ablenkung, Selbstbeschuldigung, Verleugnung und Konsum von Alkohol und Drogen [ 9 , 16 ].
Kirby und Kollegen betonen, dass ein breites Repertoire an adaptiven Bewältigungsstrategien die Resilienz der Rettungskräfte fördert, etwa durch Problemlösen, Optimismus oder das Aufsuchen von Unterstützung [ 16 ]. Der Kern von Bewältigung liegt darin, solche Strategien dem Kontext entsprechend auszuwählen [ 2 ], und insbesondere die aktive Auseinandersetzung nicht nur mit dem Ereignis, sondern auch mit Emotionen ist eine besonders effektive, proaktive Vorgehensweise [ 5 ].
Auch in unserer Stichprobe wurden viele weitere adaptive Strategien wie das Aufsuchen emotionaler und instrumenteller Unterstützung berichtet. Es überraschte uns zunächst, dass diese meist weniger zum Einsatz kamen als bei Studierenden. Zuletzt ist die aktive Bewältigung in Zusammenhang mit vermindertem Stress hervorzuheben. Durch den eigenen Beitrag ggf. So können Rettungskräfte die eigenen emotionalen Kompetenzen fördern und ihre Ressourcen ausbauen, sodass ihre eigenen Emotionen und die der anderen den Beruf bereichern, statt zu belasten.
Bezüglich der Ausprägungen in Empathie, Emotionsregulation und Bewältigung sind keine Kausalschlüsse auf die Berufstätigkeit im Rettungsdienst möglich. So bleibt unklar, ob die gefundenen Resultate auf die Berufserfahrungen der Rettungskräfte zurückzuführen sind oder ob sie bereits in der Ausbildung bestehen [ 28 ]. Zudem schränken Verschiedenheiten beider Stichproben z.
Geschlecht und Alter die Vergleichbarkeit ein. Empfohlen sei hier, in Zukunft auch andere Berufsgruppen zum Vergleich heranzuziehen, bspw. Personal mit unterschiedlich intensiver Emotionsarbeit und Patientenkontakt z. Krankenpfleger, Anästhesisten, Feuerwehr. Dabei könnten auch kognitive Aspekte der Empathie nüchterne Perspektivübernahme und Kontrollempfinden durch emotionale Distanzierung untersucht werden [ 3 ].
Das verwendete Bildmaterial ist zwar validiert, jedoch kann es hinsichtlich mancher Inhalte z. Die Reaktivität könnte mit Videomaterial repliziert und mit objektiven z. Interviews ergänzt werden. Rettungskräfte berichteten ein mittleres chronisches Stresserleben, welches im Durchschnitt niedriger ausfiel als in der studentischen Vergleichsstichprobe. Rettungskräfte scheinen aufgrund einer geringeren aber nicht grundsätzlich niedrigen affektiven Empathie sowie geringerer Reaktivität auf ekelauslösendes Bildmaterial menschliche Verletzungen imstande, emotionale Belastungen von sich abzuschirmen.
Durch weniger emotionales Involvement könnten Strategien zur Bewältigung von belastenden Situationen, die auch nach dem Einsatz anhalten, weniger dringlich sein. Die Akzeptanz schwieriger Situationen ist die einzige Bewältigungsstrategie, die von Rettungskräften stärker eingesetzt wurde als von der studentischen Vergleichsstichprobe. Für den Umgang mit chronischem Stress scheint allerdings nur die aktive Bewältigung eine protektive Rolle einzunehmen.
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