Reisefieber psychologie

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Vorlesungverzeichnis Unterricht Einzeltermine und Räume Leistungskontrolle Zuordnung Unterricht Details Fakultät Philosophische Fakultät Bereich Europastudien und Slavistik Code UE-L FS , PD Dr. Daniel Henseler, Freitag, 13h15 bis 15h00 Beginn: Februar , Saal: Universität Freiburg, MIS 04, Raum Daten: Ein paar Tipps und Tricks helfen, trotzdem entspannt in die Ferien zu starten.

Die Koffer sind gepackt, die Urlaubslektüre ausgewählt, die Reiseapotheke samt Sonnenschutz aufgefrischt. Trotzdem starten viele Urlauber statt mit ungeduldigem Reisefieber mit gemischten Gefühlen ihren Flug Richtung Süden. Sie lebt und arbeitet in Wiesbaden. Scholl: Von dieser weltliterarischen Insel reisen wir jetzt weiter mit Ihnen zu einer mit welthistorischer Dimension: Auf in den Südatlantik nach Saint Helena, wohin Napoleon verbannt wurde und dort auch starb.

Auf diese Insel, erfahren wir von Ihnen, da kommt man gar nicht leicht. Sie mussten ganz schön hartnäckig sein. Erzählen Sie! Williams: Ja, um auf die Insel zu kommen, braucht man mindestens sechs bis sieben Tage Anfahrt. Wenn es schnell geht, kann man die Royal Air Force bitten, einen mitzunehmen auf die Insel. Wenn der Gouverneur von der Ascension erlaubt hat, dann darf man da mitfliegen.

Darum hatte ich gebeten, das hat dann so zweieinhalb Jahre Wartezeit gedauert, bis ich das durfte. Da kann man dann auf ein Postschiff warten und mit dem Postschiff noch mal zwei Tage gen Süden fahren, und dann endlich schält sich ganz, ganz, ganz langsam diese…. Von dort war kein Entkommen. Williams: Nein, wirklich nicht. Scholl: Sie schreiben aber, dass Sie dann doch überrascht waren, auf St.

Helena allerbuntestes Treiben vorzufinden, Geschäftigkeit, Hafen, Menschen allenthalben. Wie muss man sich das vorstellen? Erst kommt man nicht hin, und dann ist ordentlich Trubel? Williams: Ja, es ist ordentlich Trubel. Und wenn ich sagen müsste, auf welche der zwölf Inseln, die ich beschrieben hatte, ich gerne wohnen würde und auch nicht wieder zurückkäme, dann wäre das St.

Weil es tatsächlich so ist, dass das bunte Völkergemisch, das wirklich alles beinhaltet, von den früheren Sklaven, die zurückgeführt wurden aus Amerika, durften da Diese Insel macht aus jedem einen netten Menschen. Eine Auszeit kommt in diesem Falle ganz gelegen. Nicht nur die Kreativität, sondern auch die Leistungsfähigkeit leidet unter anhaltendem Stress. Denn wer eine lange Zeit ohne Ruhepausen auf einem sehr hohen Niveau abliefert, der wird sich irgendwann ziemlich ausgelaugt fühlen.

Im Alltag bleiben unsere Liebsten schnell mal auf der Strecke. Ein Urlaub ist daher die perfekte Gelegenheit, die verlorene Zeit nachzuholen. Und das klappt am besten, wenn man die gemeinsamen Stunden mit Aktivitäten füllt. Sich fortbilden, ganz ohne an die Arbeit denken zu müssen? Das geht doch gar nicht, oder?

Wir sagen, das geht und zwar, indem ihr euch ein Reiseziel aussucht, das ihr vorher noch nie besucht habt. So könnt ihr von Grund auf eine neue Kultur kennenlernen, neue Eindrücke gewinnen und die Erkenntnisse mit in die Heimat nehmen. Ihr werdet sehen, am Ende eures Urlaubs wird sich euer Horizont garantiert ein Stückchen erweitert haben.

Wir wissen nicht, wie es euch geht, aber das Schönste am nach Hause kommen ist, neben dem eigenen Bett, das Erlebte mit seinen Liebsten Revue passieren zu lassen. Dadurch kann man nicht nur selbst kurzweilig wieder dem Alltag entfliehen, sondern auch Freunde und Familie, die durch die Erzählungen gefühlt hautnah in die Urlaubsaktivitäten eintauchen können.

Nach dem letzten Abschnitt hast du vielleicht den Eindruck, dass hinter einer Reiseangst auch immer eine andere Erkrankung steckt. Hier können wir dich beruhigen. Eine Reiseangst kann, muss aber nicht mit einer anderen psychischen Erkrankung einhergehen. Im Gegenteil: Hinter der klassischen Reiseangst — oder Hodophobie — steht oft die Angst vor der Vorstellung, das sichere Zuhause und die gewohnte Umgebung zu verlassen.

Grund dafür ist meist die Angst vor Veränderung , die eine natürliche Reaktion auf neue Situationen darstellt. Denn wir alle haben ein evolutionär betrachtet durchaus sinnvolles Bedürfnis nach Sicherheit. Das war schon früher so: Erkundeten wir unbekanntes Terrain mussten wir uns anpassen, um zu überleben.

Unbekanntes bedeutet also auch Stress. Ob und wie stark wir unter Reiseangst leiden, hängt dabei auch davon ab, welche Art von Stress wir empfinden. Das liegt nicht zuletzt daran, wie wir neue Situationen bewerten: Sehen wir eine Reise als Chance, etwas Neues zu lernen oder zu erkunden? Dann befinden wir uns im positiven Stress , der sich aufregend anfühlt und uns Kraft und Energie schenkt.

Fühlen wir uns durch das Unbekannte bedroht, erleben wir hingegen belastenden, oft chronischen Stress. Auch dieser wirkt erregend, fühlt sich aber bedrohlich an und ist mit Angst verbunden. Oft denken wir, in unserem gewohnten Umfeld sind wir sicher. Begeben wir uns auf eine ferne Reise, geben wir diese Sicherheit auf, gewinnen jedoch an Freiheit. Tatsächlich lassen sich beide Gefühle bis zu einem bestimmten Grad vereinen.

Wie das geht? Wir alle haben einen bestimmten Bereich, in dem wir uns wohlfühlen: Ein Temperaturbereich, in dem wir optimal funktionieren, ein bestimmter Tagesablauf, der sich für uns gut anfühlt oder ein Essen, das uns immer schmeckt. Manchmal treten wir aus dieser Komfortzone aus — entweder, weil wir uns dazu entscheiden oder weil wir mehr oder weniger dazu gezwungen sind.

Steht unser Lieblingsessen nicht mehr auf der Karte unseres Standard-Italieners, müssen wir uns für ein neues Gericht entscheiden. Wir wissen aber, dass wir italienische Speisen generell mögen, keine Unverträglichkeiten haben und uns eigentlich keiner Gefahr aussetzen, wenn wir mal ein anderes Gericht ausprobieren. Wir befinden uns also in einer sicheren Umgebung, können aber trotzdem eine Gewohnheit ändern.

Genau wie bei unserem Lieblingsgericht können wir auch im Thema Reisen unsere Komfortzone erweitern — und das ganz bewusst.