Methoden der positiven psychologie

Sie sollen das Coaching beschleunigen und Lösungen finden helfen. Es geht eher um den Lebenssinn als um ein aktuelles Problem des Klienten. Positive Diagnostik. Es werden die positiven Merkmale des Klienten herausgearbeitet persönliche Stärken, eigene Werte, individueller Lebenssinn. Je besser eine Person ihr positives Potenzial kennt, desto passender kann sie im Coaching Lösungen für sich entwickeln.

Gestaltung der Prozessarbeit. Wachstum und Erkenntnis sollen ermöglicht werden, damit sich das Potenzial des Klienten entfalten kann. Stärken werden aktiv eingebunden. Wenn es im Unternehmen Sorgen gibt, wegen Kurzarbeit, drohender Insolvenz, Entlassungen oder anderer Nöte, hilft es, sich das Geschehen aus drei verschiedenen Perspektiven anzusehen.

Was wäre das Schlimmste, das geschehen könnte? Was wäre der wahrscheinlichste Fall? Was ist der beste, wünschenswerteste Fall, der eintreten könnte? Mit dem klaren Benennen aller Chancen und Risiken werden auch positive Szenarien deutlich, die Ansatzpunkte für Verbesserungen sein können. Denn aus dem Wunschszenario kann die Frage resultieren: Was können wir in der aktuellen Lage tun, um ein bisschen näher an eine gute Lösung zu kommen?

Fragen Sie zum Beispiel jedes Mal zum Start in die Runde: Was haben wir in dieser Woche erreicht? Was zeigt uns, dass wir die Zukunft meistern können? Welche Erlebnisse im Arbeitsalltag geben uns Hoffnung? Langfristige Perspektiven aufzeigen Um Mitarbeitenden mit den Erkenntnissen und Instrumenten der Positiven Psychologie zu stärken, hat sich zunehmend eine lebensphasenorientierte Vorgehensweise durchgesetzt.

Abteilungsübergreifende Projekte, die das Kennenlernen von anderen Mitarbeitenden erleichtern Gemeinsame Abteilungsaktivitäten in der Freizeit Offene Kommunikationskultur schaffen Tipps zur praktischen Umsetzung für TrainerInnen, Coaches und ProzessbegleiterInnen Gerade in Teamsettings empfiehlt sich der Blick auf die Dinge, die bereits gut laufen sowie der Fokus auf Ressourcen: Wie wurden bisherige Herausforderungen im Team gemeistert?

Soziale Beziehungen beginnen bei der Förderung der Eigenverantwortung — Fördern Sie bewusst in Trainings und Coachings Reflexionsprozesse in Richtung Eigenverantwortung für das eigene Denken, Handeln und Fühlen. Wesentlich ist hier, dass die Menschen wissen, wozu ihre Arbeitsleistung gut ist und was sie bewirken können. Anderen wiederum ist beispielsweise die Hilfe für andere besonders wichtig.

Diese können vielleicht hochmotiviert sein, wenn sie die Mentorenschaft für weniger erfahrene Mitarbeitende übernehmen dürfen. Gehen Unternehmen individuell auf die Bedürfnisse ihrer Mitarbeitenden ein, kann der Arbeitsplatz zu einer Quelle von Bedeutung und Sinn werden. Wie kann das Sinnempfinden in Unternehmen gestärkt werden? Vorgesetzte begründen ihre Anweisungen MitarbeiterInnen werden ermuntert, Entscheidungen und Aktivitäten auch zu hinterfragen, wenn sie ihnen als wenig sinnvoll erscheinen MitarbeiterInnen haben die Möglichkeit, ihre Werte und Ideale in der Arbeit zu leben… Tipps zur praktischen Umsetzung von Meaning.

So machen Sie Positive Psychologie im Coaching erlebbar: Sorgen Sie für Orientierung: TeilnehmerInnen sollten entlang des gesamten Trainings oder Coachings verstehen, warum welche Methoden eingesetzt werden. Nicht um naiv-blindes Vertrauen geht es, sondern um die Ausrichtung auf die eigenen Ressourcen Fähigkeiten und Stärken. Und zwar auf der Basis von Erfolgen in der Vergangenheit.

Welche Stärken haben mir dabei geholfen? Positive Emotionen — der Nährboden für Lebenszufriedenheit und Wachstum Durch Sorgen machen und grübeln stärken wir unsere negativen Gefühle — wie Angst, Unsicherheit, Hoffnungslosigkeit. Auch wenn es paradox klingt, gerade dann tun uns positive Gefühle gut. Positive Gefühle — wie beispielsweise Freude, Dankbarkeit, Gelassenheit, Vergnügen, Stolz, Zufriedenheit und der schon erwähnte Optimismus — erweitern unseren Horizont.

Wir betrachten Situationen von mehreren Blickwinkeln, haben so mehr Handlungsspielraum und bauen Ressourcen aus. Positive Gefühle, so hat die PP herausgefunden — allen voran die Psychologin Barbara Fredrickson — können wir trainieren. Dadurch können wir sie schneller und stärker wahrnehmen. Wo habe ich mich heute lebendig gefühlt? Wofür und wem kann ich heute dankbar sein? Welche Stärken konnte ich heute ausleben?

Diese Übung stammt von Dr. Psychiater waren und sind seit jeher ausgebildete Fachärzte. Nach dem Zweiten Weltkrieg fokussierte man sich aus gesellschaftlichen und pragmatischen Erwägungen heraus vor allem auf das Erkennen und Behandeln von seelischen Störungen. Martin Seligman und Ed Diener , namhafte US-amerikanische Psychologieprofessoren, forderten bereits vor der Jahrtausendwende eine Neuausrichtung der psychologischen Forschung und Anwendung.

Seligman selbst war durch seine Arbeiten zu den Hintergründen der Depression und der erlernten Hilflosigkeit bekannt geworden, die bis heute die Grundlage einer wirksamen psychotherapeutischen Behandlung bilden. Statt weiterhin primär auf Defizite und Krankheit zu blicken, sollten Psychologen sich darauf fokussieren herauszufinden, was das Leben lebenswert macht und die Voraussetzungen für ein solches Leben schaffen.

Die Wurzeln der Positiven Psychologie Die Positive Psychologie wurde von ihren Begründern als Forschungsgebiet des glücklichen, erfüllten Lebens in die akademische Psychologie eingebracht. Seiner Ansicht nach müsse die Psychologie positiver und weniger negativ werden. Besonders in der amerikanischen Positiven Psychologie werden die Wurzeln der Positiven Psychologie weniger deutlich genannt; teilweise findet sogar eine explizite Abgrenzung statt.

Seligman [7] beispielsweise unterscheidet die heutige empirische Positive Psychologie von der humanistischen Positiven Psychologie im Sinne von Rogers und Maslow. Er kritisiert, dass die humanistische Positive Psychologie ihre Theorien nicht auf eine klare empirische Basis gestellt hatte. Sie geht von der Annahme aus, dass Menschen ein erfülltes Leben führen und ihrem Leben Sinn geben möchten; dass sie daran interessiert sind, ihre guten Seiten zu entwickeln und auf diese Weise sich selbst, aber auch die Gesellschaft als Ganzes voranzubringen.