Tiefenpsychologische psychologie

Die tiefenpsychologischen und psychoanalytischen Verfahren grenzen sich in ihren wissenschaftlichen Ansichten und Theoriengegenüber anderen Verfahren wie der Verhaltenstherapie oder der Systemischen Therapie ab. Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie ist als Behandlungsverfahren ist relativ neu.

Heutzutage versteht man darunter eine etwas veränderte psychoanalytische Behandlungsmethode. Sie gilt als eigenständiges Verfahren, dass aus der analytischen Psychotherapie hervorgegangen ist. Die Trennung zwischen der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie und der analytischen Psychotherapie hat verschiedene Gründe. Auf der wissenschaftlichen und theoretischen Ebene gab es Psychoanalytiker, die sich von Siegmund Freud, dem Ur-Vater der Psychoanalyse, abgrenzen wollten und eigene Theorien und Ansätze entwickelt haben.

Sehr bekannte Namen sind bspw. Carl Gustav Jung oder Wilhelm Reich. Allerdings ist die heutige Kinder- und Jugendpsychologie und -psychotherapie ohne die kinderpsychologischen Untersuchungen von den Analytikerinnen Anna Freund und Melanie Klein nicht vorstellbar. Die heutigen Verfahren haben mit der klassischen Psychoanalyse nicht mehr viel gemeinsam. Diese entspricht einer Anthropologie und einem bestimmten Menschenbild.

Die angewandten Prinzipien haben sich aus der psychoanalytischen Praxis entwickelt. Ohne sie wäre die heutige Psychotherapie nicht denkbar. Das gilt im Übrigen auch für die Verhaltenstherapie, die Systemische Therapie und viele andere Methoden. Dieser Notwendigkeit geschuldet, bestehen nun einige Unterschiede und Gemeinsamkeiten , die sich wie folgt kurz zusammenfassen lassen:.

Schwierig ist eine solche Unterscheidung auch deshalb, weil die Unterschiede innerhalb der Tiefenpsychologie und der Psychoanalyse sowie zwischen den Behandlern selbst so facettenreich und vielfältig sind. Im Folgenden werden in einfachen Worten einige wichtige psychologische Konzepte vorgestellt. Sie sind wichtige Anhaltspunkte, wenn sich Symptome und Störungen entwickeln.

Das Unbewusste: Dies ist mit Abstand die grundlegendste Erkenntnis. Man davon aus, dass wir unser Leben nicht nur mittels unseres Willens bewusst gestalten. Vielmehr wird unser Denken, Fühlen, Entscheiden und Handeln von unbewussten psychischen Einflüssen beeinflusst und gelenkt. Die Existenz des Unbewussten und seinen Strukturen ist der entscheidende Faktor.

Im Unbewussten haben frühe Beziehungserfahrungen und damit verbundenen frühkindliche infantile Konflikte eine besondere Bedeutung. Die Entwicklungspsychologie: Sie geht davon aus, dass der Mensch von der frühkindlichen Entwicklung über die Jugend bis ins hohe Alter psychologische Konflikte und Krisen durchlebt. Das diese normal sind und zum Leben gehören.

Besonderes Augenmerk wird auf die kinderpsychologische Entwicklung des Patienten gelegt. Beispielsweise erlebt jedes Kind den normalen menschlichen Konflikt zwischen dem Wunsch, einerseits unabhängig und selbstständig und anderseits geborgen und aufgehoben zu sein. Es geht also nicht darum ohne Konflikte und Krisen zu leben, sondern die Konfliktphasen konstruktiv zu lösen.

Entwicklungsstörungen: Die Konfliktlösung kann blockiert werden, wenn die Anforderungen der Umwelt als zu hoch oder zu schmerzhaft empfunden werden. Statt derLösung findet dann eine Verdrängung und Verschiebung in das Unbewusste statt. Dabei handelt es jedoch um eine kompromisshafte Scheinlösungen, den die Konfliktinhalte des Kindesalters beeinflussen nun unerkannt aus dem Unbewussten heraus.

Abwehrmechanismen: Sie haben die Aufgabe Inhalte aus unserem Bewusstsein fernzuhalten. Das ist zunächst ein normaler Vorgang, allerdings kann er auch zu neurotischen Symptomen führen, wenn ihnen wichtige Konfliktinhalte zum Opfer fallen. Beispiel: Ein Kind, kann einen phasentypischen Konflikt dann nicht lösen, wenn es befürchtet Vater oder Mutter zu verlieren.

Der unerträgliche Konflikt wird in das Unbewusste verschoben. In diesen Sitzungen prüft der Therapeut, ob er mit seiner Therapiemethode dem Patienten mit hoher Wahrscheinlichkeit helfen kann. Auch der Patient sollte prüfen, ob er sich eine vertrauensvolle Arbeit mit diesem Therapeuten vorstellen kann. Eine Psychotherapie ist eine sehr persönliche Therapieform.

Patienten können verschiedene Therapeuten kennen lernen. Die Krankenkasse bezahlt ohne Antrag bis zu fünf probatorische Sitzungen. Die Krankenkasse übernimmt maximal 80 Stunden. Die probatorischen Sitzungen sind davon ausgenommen. In der Regel wird zunächst entweder eine Kurzzeittherapie über 25 Stunden oder eine Therapie über 50 Stunden beantragt. Eine Verlängerung auf 80 Stunden ist möglich.

Leading Medicine Guide ist von afgis zertifiziert. Das afgis-Qualitätslogo ist ein Gütesiegel für geprüfte Gesundheitsinformationen. Experteninterviews Storys Ehrungen News. Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie - Medizinische Experten. Medizinische Fachautorin. Corinna van Niekerk. Hintergrund der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie leitet sich aus der Psychoanalyse ab, die auf Siegmund Freud zurückgeht.

Diese Patienten haben aktuelle Konflikte, leiden an strukturellen Störungen oder neurotischen Erkrankungen. Vorgehen der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie Vor der eigentlichen Therapie erfolgen zunächst Vorgespräche zwischen Patient und Therapeut. Konfliktzentrierte Vorgehensweise: Klärung, Konfrontation und Deutung Bei einer konfliktzentrierten Vorgehensweise arbeitet der Therapeut bevorzugt mit den Techniken der Klärung, Konfrontation und Deutung.

Klärung: Der Therapeut muss sich in das Erleben des Patienten einfühlen. Konfrontation: Der Therapeut macht den Patienten auf bedeutsame Auffälligkeiten aufmerksam. Deutung: Wenn der Therapeut glaubt, er habe die Konfliktursache verstanden , teilt er ihm das mit. Übertragung und Gegenübertragung Eine besondere Rolle spielt dabei auch die Arbeit mit Übertragung und Gegenübertragung.

Strukturzentrierte Vorgehensweise bei der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie Bei einer strukturzentrierten Vorgehensweise steht im Vordergrund, dass der Therapeut dem Patienten hilft, intensive Gefühle besser tolerieren zu können, potentiell schädigende Verhaltensimpulse besser steuern zu können, die Wahrnehmung und Differenzierung der eigenen Gefühle und Bedürfnisse und der der anderen zu verbessern.

Stabilisierende Interventionen Stabilisierende Interventionen sind z. Aufbauen der ICH-Funktionen Das Aufbauen der ICH-Funktionen erreicht der Therapeut, indem er dem Patienten hilft, sich selbst besser zu verstehen. Der Therapeut muss dem Patienten bewusst machen, wie er sich verhält und dadurch auf andere wirkt, und was dies bei anderen auslöst. Begrenzung der Übertragungsprozesse Unter Umständen kann der Patient unrealistische Phantasien über den Therapeuten und dessen Beziehung ihm gegenüber entwickeln.

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Dieser Artikel bezieht sich auf die Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie TP. Für die klassische Analytische Psychotherapie AP siehe Analytische Psychotherapie. Normdaten Sachbegriff : GND : lobid , OGND , AKS. Kategorie : Psychodynamische Psychotherapie. Navigationsmenü Meine Werkzeuge Nicht angemeldet Diskussionsseite Beiträge Benutzerkonto erstellen Anmelden.

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