Humanistische psychologie menschenbild pdf
Dass Hobbes ein besonders negatives Bild vom Menschen entwirft, ist als Folge des jährigen Krieges und seiner persönlichen Erfahrung des brutalen englischen Bürgerkriegs , nicht weiter verwunderlich 7 - Ein weiteres Kennzeichen anthropologischer Anschauungen: Ihre zeitgeschichtliche Kontextgebundenheit. Dass der spezielle Zusammenhang zwischen Wissenschaft und Menschenbild in der Psychologie in besonderer Weise gilt, ist einsichtig, ist deren wissenschaftlicher Untersuchungsgegenstand doch der Mensch selber.
Sie untersucht die Teile, Funktionen und Vermögen der menschlichen Seele. Als eigenständige wissenschaftliche Disziplin wurde sie jedoch erst im Jahrhundert durch Johann Friedrich Herbart und Wilhelm Wundt begründet. Anders als die übrigen Wissenschaftsstränge innerhalb der Psychologie, ist die Humanistische Psychologie nicht Produkt eines langjährigen Theoriebildungsprozesses, in der sie zu einer eigenen innerdisziplinären Wissenschaftsrichtung herangewachsen ist, sondern wurde , durch Gründung der Association for Humanistic Psychology AHP quasi aus dem Boden gestampft.
Die Humanistische Psychologie muss als eine Bewegung innerhalb der Psychologie angesehen werden, welche sich als Gegen- wenn nicht gar als Protestbewegung zu den damals herrschenden psychologischen Wissenschaftsrichtungen, der Psychoanalyse und der Verhaltenstherapie Behaviorismus verstand und welche sich durch die Gründung der AHP institutionalisierte.
Wer das Menschenbild der Humanistischen Psychologie verstehen will, muss sich also zuerst mit der Psychoanalyse, dem Behaviorismus und deren anthropologischen Verständnissen auseinandersetzen. Featured All Software This Just In Old School Emulation MS-DOS Games Historical Software Classic PC Games Software Library. Top Kodi Archive and Support File Vintage Software APK MS-DOS CD-ROM Software CD-ROM Software Library Software Sites Tucows Software Library Shareware CD-ROMs Software Capsules Compilation CD-ROM Images ZX Spectrum DOOM Level CD.
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Zum einen soll geklärt werden, in welchem Verhältnis die Humanistische Psychologie im Speziellen und Wissenschaft im Allgemeinen und eine bestimmte anthropologische Vorstellung, welche sich im Menschenbild manifestiert, stehen. Zweitens sollen die Elemente des Menschenbildes der Humanistischen Psychologie herausgearbeitet werden und drittens soll das 'Besondere' des Menschenbildes der Humanistischen Psychologie verdeutlicht werden, indem es in Kontext zu anthropologischen Vorstellungen psychologischer Nachbardisziplinen, nämlich der Psychoanalyse und des Behaviorismus gesetzt wird.
Der Mensch ist von Natur aus gut und konstruktiv 3. Der Mensch hat die Fähigkeit sich zu entwickeln, denn jedem Mensch ist ein Wachstumspotenzial zu eigen 3. Der Mensch strebt nach Autonomie und Selbstverwirklichung 3. Entwicklung erfolgt aufgrund des Selbstkonzeptes und der gemachten Erfahrung 3. Konflikte entstehen durch eine Inkongruenz zwischen Selbstkonzept und den gemachten Erfahrungen 3.
Das Ziel dieser Seminararbeit ist die Darstellung des Menschenbildes des Humanismus anhand Rogers als Vertreter des Humanismus und die Veranschaulichung dessen anhand eines Beispiels. Im zweiten Kapitel werden die Hauptthesen des Humanismus erläutert und mit der Theorie der klientenzentrierten Gesprächspsychotherapie von Carl Rogers untermauert.
Im dritten Kapitel werden das humanistische Menschenbild und Rogers Theorie an einem Beispiel angewandt. Zum Abschluss folgt eine Stellungnahme zur humanistischen Theorie. Damit liefert das Menschenbild zugleich ein grundlegendes Erklärungsmodell und einen Rahmen für die Entwicklung konkreter Handlungsstrategien. Man kann Probleme oder Situationen auf der Basis eines Menschenbildes deuten.
König , S. Der Mensch wird innerhalb der unterschiedlichen Therapiekonzepte der Humanistischen Psychologie als ein ganzheitliches, beziehungsorientiertes, freiheits- und entscheidungsfähiges, verantwortungsvolles und nach persönlicher Entfaltung strebendes Wesen angesehen. Zur Vertiefung der jeweils unterschiedlichen philosophischen und psychologischen Bezugspunkte, die den einzelnen, unter dem Dach der Humanistischen Psychologie zusammengefassten Therapieansätzen, zugrunde liegen, sei auf die lesenswerten Bücher von Helmut Quitmann , Robert Hutterer und Helmut Johach und verwiesen.
Zur Entkräftung der in der Praxis der Sozialen Arbeit häufig anzutreffenden Tendenz, das humanistische Menschenbild als Alleinstellungsmerkmal der unterschiedlichen Spielarten der Humanistischen Psychologie aufzufassen, soll nachstehend in einem ersten Schritt für das Metier der Psychotherapie das Menschenbild von Erich Fromm eingehender beschrieben werden, wobei dessen neopsychoanalytischer Ansatz keinesfalls der humanistischen Psychologie zugeordnet werden kann.
Vorab sei noch angemerkt, dass neben Erich Fromm noch eine ganze Reihe weiterer psychotherapeutischer Ansätze, wie z. Frankl oder die Daseinsanalyse von Ludwig Binswanger, ein dezidiert humanistisches Menschenbild vertreten. Erich Fromm, der insbesondere durch seine beiden millionenfach aufgelegten Bestseller Die Kunst des Liebens sowie Haben oder Sein eine breite, über die Grenzen der Psychoanalyse sowie der kritischen, analytischen Sozialpsychologie und Gesellschaftstheorie hinausreichende, öffentliche Bekanntheit erlangte, entwickelt unter dem Einfluss der Frühschriften Karl Marx, der Mutterrechtstheorie von Johann Jacob Bachofen sowie der negativen Theologie Maimonidis in den er-Jahren eine humanistische Revision der freudschen Psychoanalyse.
Ich halte den Menschen primär für ein gesellschaftliches Wesen und glaube nicht, wie Freud es tut, dass er primär selbstgenügsam ist und nur sekundär die anderen braucht, um seine triebhaften Bedürfnisse zu befriedigen. Worin erblickt Fromm nun, neben der fundamentalen Bezogenheit, das Besondere, Wesenhafte des Menschen.
Fromm geht in seinen Schriften davon aus, dass der Mensch phylogenetisch erst infolge der Instinktreduzierung sowie des forcierten Gehirnwachstums zum Menschen wurde. Die Freisetzung des Menschen aus der Natur, zu deren Exemplifikation Fromm häufig auf den biblischen Mythos von der Vertreibung aus dem Paradies zurückgreift, stellt das menschliche Dasein vor eine einzigartige Situation.
Der Mensch muss auf die existenziellen Widersprüche dieser Situation antworten, die u. In der Art und Weise, wie der Mensch auf die existenziellen Widersprüche und die sich daraus ableitenden existenziellen Bedürfnisse antwortet, realisiert sich entweder ein produktiv-schöpferisches, biophiles Leben oder aber ein nicht-produktives, entfremdetes und schlimmstenfalls nekrophiles Leben.
Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass Fromm das Wesen des Menschen nicht in den unterschiedlichen Antworten auf die Widerspruchs-Situation erblickt, sondern im Fragen selbst. Wie der nachstehenden Abbildung entnommen werden kann, unterscheidet Fromm zwischen insgesamt sechs zentralen existenziellen Bedürfnissen. Die Art und Weise, wie sich der Mensch nun zu seinen existenziellen Bedürfnissen verhält bzw.
Da ob des begrenzten Rahmens des vorliegenden Artikels nicht ausführlich auf weitere zentrale Konzepte Erich Fromms, wie bspw. Eine ebenso emphatische wie bündige Darstellung des humanistischen Menschenbildes findet sich in Fromms programmatischen Text Credo eines Humanisten []. Wenn im Folgenden beispielhaft für die Soziale Arbeit das Menschenbild der Befreiungspädagogik Paulo Freires skizziert wird, so geschieht dies in dem Bewusstsein , dass innerhalb des theoretischen Diskurses der Sozialen Arbeit eine Vielzahl weiterer Ansätze existiert, die auf einem ausbuchstabierten humanistischen Menschenbild basieren.
Ohne Anspruch auf Vollständigkeit sei in diesem Zusammenhang auf die Arbeiten von Janusz Korczak , Silvia Staub-Bernasconi , Hans Thiersch sowie Eric Mührel verwiesen. Im Gegensatz zu Erich Fromm hat Paulo Freire keine explizite Anthropologie verfasst. Dies bedeutet, dass die anthropologischen Grundannahmen Freires, die sich verstreut an vielen Stellen seines Werkes finden, rekonstruktiv erschlossen werden müssen.
Verdienstvolle Versuche, das implizite Menschenbild der Freire-Pädagogik zu explizieren, wurden von Rainer Lutz , Kira Funke und Jutta Lütjen unternommen. Paulo Freire wurde in Deutschland insbesondere durch sein in deutscher Sprache erschienenes Hauptwerk Pädagogik der Unterdrückten: Bildung als Praxis der Freiheit bekannt. In diesem pädagogischen Klassiker entwirft Freire, wie es im Untertitel des Buches bereits anklingt, einen bildungsvermittelten Weg der Befreiung für die unterdrückten Klassen Lateinamerikas.
Der ungebrochene Glaube Freires an eine bessere, gerechtere, humanere Welt, an eine innerweltliche, approximative Annäherung an das Reich Gottes, basiert auf einem ebenso positiven und optimistischen Menschenbild. Entsprechend kulminieren die anthropologischen Grundannahmen Freires laut Rainer Lutz in einer Anthropologie der Hoffnung.
Wenn wir uns nun im Folgenden die von Jutta Lütjen aus dem Werk von Freire herausgearbeiteten anthropologischen Grundkategorien von Paulo Freire ansehen, so offenbart sich bereits allein an der gewählten Terminologie der Einfluss des christlichen Existenzialismus Marcel, Jaspers , der Dialogphilosophie Martin Bubers sowie des Gedankengutes von Karl Marx.
Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass das Menschenbild der Pädagogik Paulo Freires sämtliche der in den vorausgehenden Kapitelunterpunkten herausgearbeiteten Eigenschaften eines als humanistisch auszuweisenden Menschenbildes aufweist: Dialogorientierung, Freiheits- und Entscheidungsfähigkeit, Verantwortlichkeit, Bildbarkeit, Prozesshaftigkeit und Entwicklungsbezogenheit.
Dreher ; Fischer ; Bleidick ; Theunissen ; Siegenthaler ; Jakobs ; Goll ; Liedtke ; Moser Die kritische Analyse von impliziten und expliziten Menschenbildern und deren mitunter existenzgefährdenden Auswirkungen auf die Lebenssituation von Menschen mit Behinderung zieht sich wie ein roter Faden durch das Werk von Urs Haeberlin. So setzt sich Haeberlin bspw. Interessant ist nun — insbesondere mit Blick auf den Kapitelunterpunkt 3.
Haeberlin unternimmt in seinen Schriften, offenkundig beeinflusst durch den kritischen Rationalismus Münchhausen-Trilemma , keinen philosophischen Versuch, die von ihm axiomatisch gesetzten Grundwerte argumentativ final zu begründen. Da nun aufgrund des begrenzten Rahmens des vorliegenden Artikels nicht vertiefend auf die Anthropologie von Haerberlin und die sich aus ihr ergebenden ethischen Postulate eingegangen werden kann, müssen wir uns im Folgenden mit dem Aufweis der basalen Menschenbild-Annahmen Haerberlins begnügen.
Eine umfassende Darstellung und kritische Würdigung der Anthropologie Haeberlis findet sich bei Liedtke , S. Der bereits in der Zusammenfassung Kapitel 1 skizzierte Vorschlag, die augenscheinlich dilemmatische Situation, dass es in der Literatur eine myriadenartig anmutende Vielzahl von humanistischen Menschenbildern existiert, die zum Teil auf gänzlich inkompatiblen Theorieannahmen beruhen, über die Annahme eines Meta-Menschenbildes im Singular zu lösen, soll in den nachstehenden Zeilen weiter ausgeführt und verdeutlicht werden.
Vergegenwärtigen wir uns zu Beginn nochmals die Ausgangslage. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit seien genannt: christlich-humanistisches Menschenbild, linkskatholisch-humanistisches Menschenbild, humanistisch-sozialistisches Menschenbild, humanistisch-psychoanalytisches Menschenbild, humanistisch-psychologisches Menschenbild usw.
Wie lässt sich nun diese auf den ersten Blick zutiefst widersprüchlich anmutende Befundlage konstruktiv lösen? Ein Vorschlag, für den ich mich nachstehend starkmachen möchte, besteht darin, das humanistische Menschenbild als eine Art Meta-Menschenbild zu verstehen. Die Pluralität von humanistischen Menschenbildern wird nun dadurch möglich, dass innerhalb des humanistischen Meta-Menschenbildes keine verbindlichen Aussagen über die Begründungslogiken der axiomatisch gesetzten Menschenbildannahmen getroffen werden.
In diese bewusst eingebauten begründungstheoretischen Leerstellen können die jeweiligen Theorieansätze nun ihre spezifischen Argumentationstexturen einschreiben. So kann beispielsweise die im humanistischen Meta-Menschenbild fixierte Kernannahme, dass alle Menschen ungeachtet ihrer Fähigkeiten und Fertigkeiten a priori als moralische gleiche Personen anzusehen sind, religiös unter Verweis auf die Gottesebenbildlichkeit des Menschen z.
Bopp sowie E. Montalata , säkular-atheistisch unter Verweis auf die potenzielle Vernunftfähigkeit z. Nachstehende Aufzählung stellt die zentralen Kernannahmen des humanistischen Meta-Menschenbildes dar, ohne Anspruch auf Vollständigkeit und mit der stets gegebenen Option der begründeten Erweiterung oder des Revidierens.
Kritische Einwände gegen den Humanismus im Allgemeinen und die vorausgehend erläuterten Kernannahmen des humanistischen Meta-Menschenbildes im Speziellen haben eine lange Tradition, wobei in den Schriften von Martin Heidegger, Peter Singer, Michel Foucault , Judith Butler und Wolf Singer die aus meiner Sicht zentralsten Kritikpunkte formuliert wurden, die in den Vorwürfen des Anthropozentrismus, des Speziesismus, des Essenzialismus, des Eurozentrismus, der Normierungs- und Disziplinarmacht sowie der Souveränitäts-Illusion Gestalt annehmen.
Die zeitgenössischen Theoriearchitekturen des kritischen Posthumanismus sowie der Neuen Materialismen knüpfen an diese Kritiktradition an. Betrachten wir zunächst den gegen das humanistische Menschenbild in Anschlag gebrachten Anthropozentrismus-Vorwurf. Durch die strikte anthropologische Abgrenzung des Menschen gegenüber dem Tier wohnt dem Humanismus einerseits ein Zug der eigenen Naturvergessenheit sowie andererseits eine Tendenz zur rein instrumentellen Bezugnahme auf die Natur inne.
Der Natur kommt insofern kein Eigenwert zu. Dem Vorwurf des Anthropozentrismus, der insbesondere in der Tier- und Umweltethik sowie im kritischen Posthumanismus prominent ist, liegt somit die Annahme zugrunde, dass das humanistische Menschenbild einer Ethik Vorschub leistet, die dem Leben anderer, nicht-menschlicher Lebewesen indifferent bzw. Dieser unterstellte Kausalnexus erscheint allerdings fragwürdig angesichts der Tatsache, dass bspw.
Martin Buber, Albert Schweitzer, Erich Fromm und Martha Nussbaum, die sich allesamt einem humanistischen Menschenbild verschrieben haben, biophile Ethikentwürfe vorgelegt haben. Eine pauschalisierende Gleichsetzung von Humanismus und Anthropozentrismus scheint allerdings mit dem Verweis auf die oben genannten postanthropozentrischen Ethik-Entwürfe ungerechtfertigt. Was meint Foucault nun mit dieser düsteren Aussage, dass das humanistische Bild des Menschen untergehen wird.
Zweitens würde die Gefahr einer unheilvollen Liaison mit neoliberalen Regierungspraxen nicht gesehen, in denen das Subjekt vollumfänglich Verantwortung für Wohl und Wehe seines Lebensentwurfs trägt Traue ; Maasen et al. Dass die Annahme eines humanistischen Menschenbildes jedoch nicht automatisch zu einer Komplizenschaft mit der neoliberalen Gouvernementalität führen muss, zeigen die dezidiert gesellschaftskritischen Ansätze von Erich Fromm und Paulo Freire.
An den gegenüber der Humanistischen Psychologie erhobenen Vorwürfen, die durchaus ihre Berechtigung haben, offenbart sich stellvertretend für eine Vielzahl der gegenüber humanistischen Positionen ins Feld geführten Kritikpunkte, dass hier augenscheinlich ein logisch-deduktiver Zusammenhang zwischen Anthropologie und Ethik angenommen wird.
Obzwar im humanistischen Meta-Menschenbild klare normative Prämissen gesetzt werden, bedeutet dies keineswegs eine Auflösung der Ethik in der Anthropologie Zicky Konkret formuliert bedeutet dies, dass im Rahmen des humanistischen Meta-Menschenbildes zwar einerseits einige grundsätzliche, verbindlich anzuerkennende normative Aussagen getroffen werden, andererseits aber genügend Freiraum für individuelle ethisch-moralische Schwerpunktsetzungen gelassen wird.
Bleidick, Ulrich, Behinderung im Menschenbild und hinderliche Menschenbilder in der Erziehung von Behinderten. In: Zeitschrift für Heilpädagogik. Menschenbild und dialogisches Handeln: Grundprobleme der sonderpädagogischen Förderung. In: Die Sonderschule. Noch einmal: Begründung von Personalität: Zu einem Personenbegriff für die Behindertenpädagogik.
Bopp, Linus, Allgemeine Heilpädagogik in systematischer Grundlegung und mit erziehungspraktischer Einstellung. Freiburg: Herder.