Alkoholismus referat psychologie
Diese Gedächtnislücken können in Phasen des Nichttrinkens oder des geringen Alkoholkonsums auftreten. So kann der Betroffene eine Unterhaltung führen oder schwierige Arbeiten leisten, ohne am nächsten Tag eine Spur von Erinnerung daran zu haben. Das Trinken erfolgt meist heimlich. Alkohol wird als ,,Heilmittel" zur Beseitigung von Insuffizienzen betrachtet.
Es kommt die Zeit des ständigen Denkens an Alkohol, Alkoholvorräte werden angelegt. Wegen der erhofften Wirkungen tritt nun das ,,gierige Trinken", das Herunterkippen des ersten oder der ersten beiden Gläser auf. Der Betroffene merkt, dass sein Trinkverhalten von der Norm abweicht, es entwickeln sich Schuldgefühle wegen des Trinkens.
Der Betroffene versucht z. Die Gedächtnislücken treten immer häufiger auf. Das Gift Alkohol beginnt das Nervensystem und die Stoffwechselvorgänge zu stören. Der Betroffene versucht seinen Alkoholkonsum zu verheimlichen, weil er nicht negativ auffallen möchte. Durch den anhaltenden intensiven Suchtmittelkonsum kommt es zu einer Anpassung des Körpers und der Psyche an das Suchtmittel, der Betroffene verträgt dann mehr Toleranzsteigerung.
Wird in dieser Phase auf das Suchtmittel verzichtet, können Entzugserscheinungen auftreten. Der Betroffene versucht, diese Entzugserscheinungen mit seinem Suc htmittel ,,zu bekämpfen". Die Phase ist gekennzeichnet durch den Kontrollverlust, d. Dieses Verlangen hält solange an, bis der Trinker müde ist und einschläft oder Krankheitsgründe keine weitere Alkoholaufnahme erlauben.
Der Betroffene hat die Möglichkeit der willentlichen Beeinflussung seines Alkoholkonsums ve rloren. Wenn er trinkt, dann trinkt er solange, bis er müde ist und einschläft. Dabei ist es möglich, dass es z. Wird der Betroffene jedoch rückfällig und trinkt wieder Alkohol, erweist sich der Versuch, die Trinkmenge mit dem ,,Willen zu beherrschen" als aussichtslos. Häufig gibt es Probleme am Arbeitsplatz.
Gewissensbisse, Schuldgefühle, Kampf zwischen Sucht und Pflichten, Selbstwertverlust und, Selbstzweifel haben den Kranken so weit zerrüttet, dass er den Tag nicht mehr ohne Alkohol bewältigen kann. In der kritischen Phase ist Trunkenheit die Regel. Er ist auch tagsüber und mitten in der Woche betrunken. Die ausgedehnten Exzesse haben einen bemerkenswerten ,,ethischen Abbau" und eine ,,Beeinträchtigung des Denkens" zur Folge, die jedoch in der Regel reversibel sind.
Der Verlust der Moral ist so hoch, dass der Süchtige mit Personen weit unter seinem Niveau trinkt. Wenn nichts Anderes vorhanden ist, werden auch technische Produkte wie Haarwasser, Rheuma- mittel, u. Zu dieser Zeit wird gewöhnlich auch der Verlust der Alkoholtoleranz bemerkt, d. Undefinierbare Ängste und Zittern, die auftreten, sobald der Alkoholspiegel im Körper sinkt Entzugserscheinungen werden zur Dauererscheinung.
Die Notwendigkeit der Beseitigung der Entzugserscheinungen übertrifft alle anderen Bedürfnisse. Das Trinken nimmt den ,,Charakter einer Besessenheit" an. Diese Phase endet in der Regel mit einem nervlichen Zusammenbruch. Sie sind zwar einer fortschreitenden Abhängigkeit ausgesetzt, können aber ihren Alkoholkonsum unter Kontrolle halten. Bei ihnen treten vor allem Beschwerden durch Folgekrankheiten auf, z.
Leberschäden, Magenleiden Gastritis u. Sie haben über ihren Alkoholkonsum keine Kontrolle. Nach Beginn des Trinkens wird getrunken, bis der Rauschzustand erreicht ist. Sie sind zwar körperlich, aber nicht seelisch abhängig. Bei schleichender Dauerintoxikation sind sie eher unauffällig. Nach wochenlanger Abstinenz trinken sie tagelang völlig unkontrolliert episodisch massiv.
Monokausale Erklärungsansätze, die nach einer Ursache suchten, gelten heute als widerlegt. Das komplexe Geschehen der Entstehung von Sucht können weder die biologischen, psychologischen oder soziologischen Ansätze allein erklären. Sie geht davon aus, dass sich die Faktoren für die Bedingungen als Regelkreise gegenseitig beeinflussen, nicht selten im Sinne einer Erhöhung nach Art eines Teufelskreises, wie er mit folgendem Schema dargestellt werden kann Abb.
Völkel, M. Ehmann; Spezielle Pflegeplanung in der Altenpflege. Die heutige Wissenschaft geht von einem multimodalen, multifaktoriellen Bedingungsmodell aus, d. Allgemein werden drei Faktorengruppen des Bedingungsgefüges beschrieben:. Direkte Vererbung von Alkoholismus als einheitliches Merkmal ist weder wahrscheinlich noch erwiesen. Es gibt dennoch eine Reihe von Argumenten, die für den Einfluss genetischer Faktoren sprechen.
Die Ergebnisse von Zwillingsstudien zeigen allerdings nicht durchgängig , dass Alkoholismus bei eineiigen Zwillingen häufiger als bei zweieiigen Zwillingen auftritt. Ergebnisse von Adoptionsstudien ergeben weitgehende Übereinstimmung, dass Kinder von biologischen Alkoholiker-Eltern später häufiger Alkoholismus aufweisen als solche von biologischen Nichtalkoholiker-Eltern.
Seit langem ist bekannt, dass Alkoholiker keine spezifische prämorbide Persönlichkeitsstruktur haben, d. Es wurden allerdings in den letzten Jahren einige ,,Temperaments-Faktoren" beschrieben, die zu Alkoholismus prädisponieren sollen, z. Hyperaktivität, verstärkte Emotionalität, mangelnde Fähigkeit sich in eine soziale Struktur einzuordnen.
Aus psychoanalytischer Sicht sind Suchterkrankungen grundsätzlich zurückzuführen auf neurotische Störungen, Ich-Funktionsdefizite und strukturelle Mängel, sowie Autoaggression. Aus der Sicht der Verhaltenstherapie wird Suchtverhalten erlernt. Früherkennung setzt voraus, dass die Diagnose des Alkoholismus zunächst überhaupt in Betracht gezogen wird.
Erste Befindensstörungen sind oft uncharakteristisch. Beispielsweise können vorliegen:. Die Diagnosestellung ist oft sehr schwierig, man muss davon ausgehen, dass mit Verleugnungs- und Bagatellisierungstendenzen von seiten des Betroffenen und meist auch der Bezugsperson zu rechnen ist. Testinstrumente wie z. Fragebogentests oder hämatologische Tests können hilfreich sein.
Die Diagnose ist im Stadium der fortgeschrittenen Alkoholkrankheit, in dem Organschäden und meist deutliche psychische und psychosoziale Schäden auftreten, meist leicht, vorausgesetzt man zieht Alkoholabusus als mögliche Ursache in Betracht. Veranlagung: Risikokinder, für die es nach Frank typ. Kennzeichen gibt: junge Leute, die…. Der Supermann Der Unzuverlässige Der Arme Der Versager Der Totalausfall Alkoholwirkung für Anfällige besonders interessant!
Alk rückt ins Interessenzentrum; Fam. Vergleich VHT von Phobie und Alkoholabhängigkeit: Therapiemerkmal Phobien Alkoholabhängigkeit zeitliche Entwicklungsgeschichte der Symptomatik kurz vor Beginn belastend oft Jahre lange Entwicklung, in der Alkohol als Gewinn erlebt Therapieziel Angst Problemverhalten loswerden Folgen beseitigen, nicht trinken loswerden!
VST Abstinenz wird oft sozial bestraft; Trennung von Liebgewordenem. Drehtür-Modell zur Behandlungsmotivation Stufe Patientenverhalten Handlungsmögl. Absicht contemplation Therapiemotivation, Entw. Hilfe Konkrete Hilfe geben, indem Behandlungskonzept genau erklärt wird ev. Erfolg halten maintenance Abstinenz schnell selbstverständlich; oft abstinent, glorifiziert aber gl.
Kompetenz; Training der abstinenzfördernden Gedanken Rückfall relapse Scham, Schuldgefühl; Ursache: auf Umwelt geschoben; Pseudo-Kontrolliertes-Trinken; Therapeut wird gemieden; kommt erst, wenn in sehr schlechtem Zustand Nicht Nach-Telefonieren; Coaching der Angehörigen; wenn er kommt: Lob für Neuanfang, rasches Einsetzen der Hilfe; direktives Vorgehen bei Erstkontakten, spätere Analyse des Rückfalls.
Er ficht sechs scharfe Mensuren und bringt es fast zum Alten Herrn. Sein gesamtes Leben wird inzwischen mehr und mehr vom Alkohol bestimmt. Bei seinem Habilitationsvortrag leidet er an den Folgen einer Alkoholvergiftung und kann sich nur mit einem Mix aus Orangensaft und Cognac auf den Beinen halten.
Sollte er etwa alkoholabhängig sein? Nein, ER doch nicht! Seine zweite Doktorarbeit schreibt Guss in drei Monaten, nur um zu beweisen, dass er kein Alkoholiker ist. Die obere Etage war für Kurts geliebte Mutti gedacht, unten lebt das Ehepaar zwar in einer Wohnung, aber nur selten zusammen. Nur der Akademiker selbst will es nicht wahrhaben, ist mit Blindheit geschlagen.
Gründe zu trinken sucht und findet er reichlich bei den Jägern. Doch auch dort begegnet man ihm mit Vorsicht, denn der Alkoholiker mit dem Jagdgewehr in der Hand ist unberechenbar. Am Ende hängen Freiheit, Führerschein, Finanzen und Familie am seidenen Faden. Wann kam bei ihm die Wende, was hat ihn zur Umkehr veranlasst?
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In welcher Zeit und wie ausgeprägt Betroffene diese Phasen durchlaufen, ist individuell verschieden. Nicht jede und jeder durchläuft alle Phasen. Typisch sind gelegentliches oder dauerhaftes Erleichterungstrinken, wobei Alkohol zunehmend verwendet wird, um psychische Spannungen abzubauen, mit Stress umzugehen und Abstand zu Problemen zu gewinnen.
Betroffene beginnen die Kontrolle über das Trinken zu verlieren. Oftmals trinken sie mehr und häufiger als ihre Bekannten. Die Betroffenen weisen ein stärkeres Verlangen auf, Alkohol zu trinken. Nach einer Trinkepisode kann es zu Gedächtnislücken kommen. Betroffene haben die Kontrolle über das Trinken verloren. Aus einer Gewohnheit wird eine psychische und körperliche Abhängigkeit.
Das Trinken steht im Mittelpunkt, sodass andere Interessen vernachlässigt werden. Dies geht einher mit Selbstvorwürfen oder Schamgefühlen. Oft versuchen Betroffene jedoch auch, ihr Verhalten vor sich selbst und anderen zu rechtfertigen. Die Betroffenen ziehen sich aus ihrem sozialen Umfeld zurück und trinken allein oder in Gesellschaft von anderen Abhängigen.
Durch zerstörerisches Verhalten können Konflikte entstehen. Körperliche und psychische Folgen des unkontrollierten Trinkens können zu Notfallaufnahmen im Krankenhaus und Arztbesuchen führen. Betroffene können nicht mehr ohne Alkohol leben. Ein hoher Alkoholspiegel oder Rauschzustände sind ein alltägliches Bild.
Sowohl Psyche als auch Körper zeigen starke Schäden, die deutlich sichtbar sind. Es kann zu Entzugserscheinungen wie z. Auch Persönlichkeitsveränderungen, etwa offene Feindseligkeit gegenüber anderen, gehören zu den möglichen Folgen. Alkoholkonsum kann letztendlich sogar zum Tod der betroffenen Person führen. Todesursachen sind beispielsweise Folgeerkrankungen wie Krebs oder Erkrankungen der Leber und der Bauchspeicheldrüse, aber auch Unfälle, Alkoholvergiftung oder Suizid.
Häufig erkennt man Alkoholabhängigkeit erst, wenn bereits negative körperliche, psychische und soziale Folgen offensichtlich sind. Zu Beginn treten kaum spürbare körperliche Beschwerden auf. Von Mensch zu Mensch können sich die genauen Folgen allerdings unterscheiden. Hinweise auf einen erhöhten Alkoholkonsum geben beispielsweise ein verschlechterter körperlicher und psychischer Allgemeinzustand.
Auch bestimmte körperliche Veränderungen, zum Beispiel an der Haut, können auf einen erhöhten Alkoholkonsum hinweisen. Hoher Alkoholkonsum kann alle Organe im Körper schädigen. Zudem geht die Alkoholabhängigkeit häufig mit psychischen Erkrankungen einher. Auch soziale Folgen wie familiäre Probleme oder der Verlust des Arbeitsplatzes können mit der Alkoholabhängigkeit verbunden sein.
Wenn die Wirkung des Alkohols nachlässt, dann können Entzugserscheinungen auftreten, zum Beispiel Unruhe, Zittern, ein beschleunigter Herzschlag, Fieber, Übelkeit oder Durchfall. Es kann auch zu Bewusstseinsstörungen kommen. Das schädliche Trinkverhalten bleibt oft lange Zeit unerkannt. Welche Auffälligkeiten sind Anlass, eine Beratung oder Behandlung in Betracht zu ziehen?
Selten ist die Alkoholabhängigkeit der eigentliche Grund für einen Arztbesuch, sondern Beschwerden, die aus der Alkoholabhängigkeit resultieren. Hinweise auf einen erhöhten Alkoholkonsum lassen sich dann beispielsweise durch das Erfragen der Krankengeschichte, eine körperliche Untersuchung und eine Blutuntersuchung finden.
Welche Untersuchungen gemacht werden, hängt unter anderem vom eigentlichen Grund des Arztbesuchs und von den bereits bestehenden Folgeerkrankungen ab. Nicht nur Ärztinnen und Ärzte, sondern auch Beratungsstellen sind wichtige Anlaufstellen, wenn Betroffene etwas gegen ihre Alkoholabhängigkeit tun möchten — und sei es auch nur, weil sie einen Verdacht haben.
Das Gefühl, dass mit dem Alkoholkonsum etwas nicht stimmt, reicht schon aus, um ins Gespräch zu gehen. Damit eine mögliche Alkoholabhängigkeit erkannt und richtig eingeschätzt wird, ist es wichtig, dass Betroffene offen für ein ehrliches Gespräch sind. Um die Diagnose Alkoholabhängigkeit stellen zu können, werden unter anderem psychologische Fragebögen verwendet.
Möglicherweise nimmt die Ärztin, der Arzt Blut ab, denn auch bestimmte Blutwerte können auf eine Alkoholabhängigkeit hinweisen. Auch die persönliche Motivation sowie die Behandlungsziele der Betroffenen werden erkundet. Es folgt der gemeinsame Entschluss zu weiteren Schritten.