Psychologen termine schwer

Für akute, schwere Krisen gibt es eine ambulante Akutbehandlung. Zwar beträgt auch hier die durchschnittliche Wartezeit drei Wochen, das ist aber im Vergleich zu fünf Monaten immerhin besser erträglich. Ziel einer Akutbehandlung ist dafür zu sorgen, dass sich starke psychische Symptomatik nicht chronifiziert und dass die betroffene Person stabilisiert wird.

Für eine Akutbehandlung melden Sie sich bitte bei einer Psychotherapeutin oder einem Psychotherapeuten. Die Akutbehandlung kann dann nach einer psychotherapeutischen Sprechstunde beginnen. Psychotherapeut oder Psychotherapeutin ohne Kassenzulassung. Nimmt man eine Psychotherapie bei einem Psychotherapeuten oder einer Psychotherapeutin mit Kassenzulassung in Anspruch, wird dies in Deutschland von jeder Krankenkasse bezahlt.

Nach einer Auswertung der Bundespsychotherapeutenkammer warten rund 40 Prozent der Hilfesuchenden im Anschluss an eine psychotherapeutische Sprechstunde mindestens 3 bis 9 Monate auf den Beginn einer Behandlung. Eine Datenanalyse des rbb24, einem Nachrichtenmagazin des Rundfunks Berlin-Brandenburg, ermittelte im Frühjahr eine durchschnittliche Wartezeit von 3 bis 4 Monaten.

Wartezeiten auf eine Psychotherapie von mehr als einem Vierteljahr sind also leider eher die Regel als die Ausnahme. Aber ist das überall so? Tatsächlich gibt es Unterschiede in der Wartezeit für Psychotherapie in städtischen und ländlichen Regionen. Die Analyse des rbb24 zeigt: Während Betroffene in Städten nach einer Sprechstunde etwa 2 Monate auf einen Therapieplatz warteten, seien es auf dem Land beinahe 6 Monate.

Was steckt hinter der Wartezeit? Die Anzahl an zugelassenen Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten in Deutschland steigt. Allerdings kann nur etwas mehr als die Hälfte der Therapeuten und Therapeutinnen ihre Psychotherapien über die gesetzlichen Krankenkassen abrechnen — damit entsteht eine Lücke zwischen Bedarf und Angebot.

Es kommt zu langen Wartezeiten für eine gesetzlich bezahlte Psychotherapie. Woran liegt das? Diese sind allerdings in ihrer Anzahl begrenzt und werden durch die Bedarfsplanung festgelegt. Die Bedarfsplanung bestimmt die Anzahl und die räumliche Verteilung von Psychotherapeuten und Psychotherapeutinnen im Land. Ein Sonderfall sei das Ruhrgebiet als Ballungsraum mit mehr als sieben Monaten Wartezeit.

Für die Analyse wurden im November und Dezember rund Psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten befragt, die Kassenpatienten behandeln. Alle Psychotherapien haben das Ziel, die mit der psychischen Erkrankung verbundenen Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern. Welches der verschiedenen Verfahren infrage kommt, hängt unter anderem von der Störung oder Erkrankung, aber auch von den Vorlieben und persönlichen Zielen des Menschen ab, der eine Therapie benötigt.

Zu den psychischen Störungen und Erkrankungen, die häufig mit einer Psychotherapie behandelt werden, gehören zum Beispiel Angststörungen , Depressionen und Suchterkrankungen. Psychotherapien kommen übrigens nicht nur bei seelischen Erkrankungen infrage: Sie werden auch eingesetzt, um bei der Bewältigung von schweren oder chronischen körperlichen Erkrankungen zu helfen.

Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten können eine Behandlung auch ablehnen, wenn aus ihrer Sicht keine behandlungsbedürftige Erkrankung vorliegt oder eine Psychotherapie nicht geeignet erscheint. Psychologen, Psychiater, Psychotherapeuten — wer ist wer? Viele Menschen setzen zum Beispiel Psychotherapeuten mit Psychologen gleich.

Wer ein Psychologiestudium abgeschlossen hat, darf aber nicht automatisch therapeutisch tätig werden. Dazu mussten fertig ausgebildete Psychologinnen und Psychologen bislang noch eine mehrjährige, praktisch orientierte Psychotherapie-Ausbildung machen. Seit gibt es ein eigenes Psychotherapie-Studium, das zukünftig die Voraussetzung für psychotherapeutisches Arbeiten ist.

Da diese Regelung neu ist, haben die jetzt aktiven Therapeutinnen und Therapeuten ihre Ausbildung noch nach altem Muster absolviert. Hier deshalb ein Überblick über die verschiedenen Berufsgruppen und -bezeichnungen: Psychologische Psychotherapeutinnen und -therapeuten: Psychologinnen und Psychologen mit Psychotherapie-Ausbildung.

Sie behandeln zum Beispiel in einer psychotherapeutischen Praxis Menschen mit Angststörungen, Depressionen oder anderen psychischen Erkrankungen. Im Gegensatz zu ärztlichen Psychotherapeuten dürfen sie keine Medikamente verschreiben. Und ja, die ist genauso kompliziert, wie sie klingt. Die Bedarfsplanung orientiert sich nicht am Bedarf Die Geschichte der Bedarfsplanung bei Psychotherapeut:innen beginnt im Jahr , also vor mehr als 20 Jahren, zu einer Zeit, in der eine gewisse Angela Merkel noch Generalsekretärin der CDU war.

Die Kassenärztliche Vereinigung analysierte damals, wie viele Psychotherapeut:innen es in Deutschlands Regionen gibt und legte fest: Das ist von nun an der Bedarf, mehr sollen es nicht werden! Ob die Anzahl an Therapeut:innen den damals herrschenden Andrang bewältigen konnte, spielte keine Rolle. Kritiker:innen sagen: Die Berechnung war ziemlich aus der Luft gegriffen.

Das Geburtsjahr der Bedarfsplanung bei anderen Arztgruppen war schon Weil es damals immer mehr arbeitslose Ärzt:innen gab, war das Ziel, die Niederlassung zusätzlicher Ärzt:innen in überversorgten Regionen zu verhindern und sie so dazu zu bringen, in unterversorgten Regionen eine Praxis zu eröffnen. Das Problem: Auch heute, 20 Jahre nach der Einführung des Psychotherapeutengesetzes, richtet sich die Bedarfsplanung obwohl der Name das nahelegt nicht am wirklichen Bedarf aus.

Es geht immer noch nicht darum, wie viele Anfragen Psychotherapeut:innen von möglichen Patient:innen bekommen. Im Wesentlichen beruht die Planung immer noch — trotz mehrfacher, kleinerer Reformen — auf den Berechnungen aus dem Jahr Schon damals war die Verteilung nicht sonderlich fair. Berlin kommt auf 72,4 Therapeut:innen pro Es gibt nichts, was ein Psychotherapeut so sehr liebt wie die Stadt.

Psychische Erkrankungen gibt es auf dem Land aber genauso häufig. Und trotzdem: So gut wie alle Regionen in Deutschland sind laut der offiziellen Bedarfsplanung sogar überversorgt. Wer gerade monatelang auf einen Therapieplatz gewartet hat, kann da nur frustriert und genervt mit dem Kopf schütteln, denn: Die Bedarfsplanung plant am Bedarf vorbei.

Das zeigt auch ein Gutachten aus dem Jahr , das der Gemeinsame Bundesausschuss selbst in Auftrag gegeben hat. Das Gutachten sollte unter anderem bestimmen, wie hoch der Bedarf wirklich ist und wie man die Bedarfsplanung verbessern könnte. Ergebnis der Seiten: Um den Bedarf zu decken, bräuchte es 2. Daraufhin führte der Gemeinsame Bundesausschuss tatsächlich neue Kassensitze ein — allerdings nur Also nicht mal ein Drittel der geforderten Sitze.

Die Begrenzung der Kassensitze führt unter anderem dazu, dass die Kassensitze von Therapeut:in zu Therapeut:in teuer weiterverkauft werden. Wer in Rente geht, kann für seinen Kassensitz schon mal bis zu KR-Mitglied Ines hat ihren Kassensitz für Die Krankenkassen sehen keinen Mangel Weil der Bedarf an Therapieplätzen in den letzten Jahrzehnten gestiegen ist, wurde die Bedarfsplanung immer wieder angepasst.

Es gibt heute deutlich mehr Therapeut:innen mit Kassensitz als noch vor zehn Jahren. Laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung KBV stieg die Anzahl von