Psychologische studie spinnenphobie

Sie reagieren heftiger auf phobierelevante Reize als Menschen ohne diese Ängste. Die Mannheimer Psychologen Georg Alpers und Antje Gerdes konnten nun zeigen, dass dies nicht nur Einbildung ist. Es handelt sich bei den Angaben der Patienten also weder um Übertreibung noch um Einbildung", erklärt Alpers. In ihrer Studie testeten die Wissenschafter jeweils zwanzig Menschen mit und ohne Spinnenphobie.

Dabei arbeiteten sie mit der Methode der sogenannten binokularen Rivalität, bei der über ein Stereoskop jeweils auf das linke und das rechte Auge zwei unterschiedliche Bilder projiziert werden. Sie gehen nicht unter Bäumen, entlang einer Hauswand oder in einer Wiese, weil sie Angst vor einer Begegnung mit einer Spinne haben.

In ganz extremen Fällen kann das dazu führen, dass sich Betroffene sozial isolieren. Auch Depressionen sind in solchen Fällen als Folgeerkrankung möglich. Lanzinger: Der Puls schnellt in die Höhe, die Muskeln spannen sich an und der Blutdruck steigt. Manche beginnen zu zittern, andere hyperventilieren, ganz typisch ist auch ein Versteinern, also dass man die Spinne fixiert und nicht wegschauen kann.

Betroffene stehen zum Teil drei Stunden in der Wohnung und können sich nicht bewegen. STANDARD: Arachnophobiker und Arachnophobikerinnen bekommen dann oft zu hören: Die tut ja nichts. Ist das hilfreich? Lanzinger: Nein. Die meisten Spinnenphobiker wissen ja, dass ihnen die Spinne nichts tut. Aber hinter der Angst stehen oft viele irrationale Befürchtungen: Wenn ich eine umbringe, kommen andere, um sich zu rächen, zum Beispiel.

Im Endeffekt geht es um den Hautkontakt mit einer Spinne. Das ist für Betroffene das Allerschlimmste — und das können sie nicht begründen. Sie haben einfach Angst davor. Lanzinger: Man kann natürlich versuchen, ihn ernst zu nehmen in seiner Angst und ihn zu beschützen. Man kann die Spinne für den Mitbewohner entfernen. Das ist erst mal gut, weil dann fühlt er sich wohl. Auf der anderen Seite verstärkt man damit die Problematik, weil man dafür sorgt, dass der Phobiker weiterhin nicht in Kontakt mit Spinnen kommt.

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Es handelt sich bei der SpiderVR-Studie um eine Studie im Rahmen des Sonderforschungsbereichs Furcht, Angst, Angsterkrankungen SFB Transregio 58 , der durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG gefördert wird. Den Probanden wird die Möglichkeit geboten, an einer neuartigen Therapie mittels virtueller Realität VR teilzunehmen.

Diese ermöglicht die Konfrontation mit Spinnen in einer kontrollierten und standardisierten Situation. Ziel ist es, dass diese Situation dabei als möglichst real erlebt wird. Zusätzlich werden u. Ziel unserer Studie ist es, die Behandlung von Angsterkrankungen wie der Spinnenphobie durch den Einsatz von neuartigen Methoden wie der virtuellen Realität zu verbessern.

Dabei interessiert uns insbesondere die Frage, ob wir den Behandlungserfolg anhand der neurobiologischen Marker z.