Psychologie genau wissen müssen wie ein ereignis verläut
Interviewpartner Prof. Günter H. Seidler leitete bis die Sektion Psychotraumatologie im Zentrum für Psychosoziale Medizin am Universitätsklinikum Heidelberg. Das ganze Interview mit dem Experten finden Sie in der aktuellen Ausgabe von GEO Wissen: Heft bestellen. Weiterlesen mit GEOplus. Monatlich kündbar. Mein Konto anmelden Meine Merkliste Digitales Magazin GEO Plus.
Services Shop Podcast Newsletter Gewinnspiele Spiele. Folgen Sie GEO auf Facebook Instagram Pinterest. Impressum Kontakt Datenschutzhinweise Datenschutz-Einstellungen Werbung Presse. Den Menschen verstehen. Kaum ein Ereignis verändert das Leben von Menschen mit ähnlicher Wucht wie der Verlust eines Liebespartners. Der Psychiater Günter H. Seidler erläutert, warum das Ende einer Beziehung bei Betroffenen oft traumatische Krisen auslöst — und was sie tun können, um Depression und Hass zu überwinden.
Aktion Wie das Leben gelingt - jetzt als Gratis-eBook sichern! Das GEO eBook über die Wissenschaft vom glücklichen Ich. Jetzt kostenlos herunterladen. GEO WISSEN Nr. Quiz Kommunikation Wie gut kennen Sie sich in unserer Sprache aus? Produkttests und Preisvergleiche. Prägung Wie die Familie unsere Persönlichkeit formt.
Mehr zum Thema. Beziehungsende Wie Sie eine Trennung am besten verarbeiten. Die typischen Symptome sind traurige Verstimmung, Schlafstörungen, schlechte Konzentration, Müdigkeit, Reizbarkeit, Verlangsamung des Bewegungsablaufs, Appetitmangel und Gewichtsverlust sowie Hoffnungslosigkeit und die Unfähigkeit, sich an Ereignissen in der unmittelbaren Umgebung emotional zu beteiligen.
Oft bestehen Tagesschwankungen, typischerweise ist die Depression am Vormittag stärker ausgeprägt als am Nachmittag. Das Interesse an normalerweise positiv getönten Aktivitäten ist abgestorben, es fehlt fast immer an sexuellem Verlangen bis hin zur Unfähigkeit zur sexuellen Betätigung. In schweren Fällen ist die Hoffnungslosigkeit so ausgeprägt, dass der Lebenswille erlischt und Selbsttötungsgedanken auftreten, bis hin zur Planung und Durchführung von Selbsttötungsversuchen.
Bei einer relativ kleinen Zahl von Patienten mit Depression entstehen unrealistische Gedanken, wie z. Diese sogenannten Wahnideen sind mitunter religiös gefärbt und werden oft als Strafe Gottes erlebt. Es kann bei diesen Wahnideen auch zu anderen realitätsfernen Befürchtungen kommen. Der Erkrankte meint, schwer verschuldet zu sein, sich den Krankenhausaufenthalt gar nicht leisten zu können und die Familie ins Verderben zu stürzen.
Solche Patienten konsultieren oft viele Ärzte und unterziehen sich immer wieder relativ unangenehmen Diagnoseverfahren, z. Magenspiegelungen, weil sie nicht glauben können, dass ihre depressionsbedingten Befürchtungen keine Grundlage haben. Eine seltene, überwiegend bei Frauen auftretende, Form sind die sehr kurz andauernden akuten depressiven Verstimmungen, die oft nur einen Tag oder ein bis zwei Wochen dauern und dann wieder von selbst abklingen.
Eine ebenfalls selten auftretende Form ist die chronische Depression, bei der trotz aller therapeutischen Bemühungen nur eine geringfügige Besserung erreicht werden kann. Hierbei können neben depressiven Episoden auch sogenannte manische Episoden beobachtet werden. In gewisser Weise sind diese manischen Episoden der Gegenpol zur depressiven Episode. Hierbei ist die Stimmung anhaltend gehoben, sorglos heiter bis gereizt erregt.
Der Patient ist in seiner Aktivität so gesteigert, dass sich dies sowohl im sozialen als auch im beruflichen Bereich niederschlägt. Patienten mit einer gering ausgeprägten manischen Episode sind oft sehr effizient, leisten mehr als sonst, haben ein geringes Schlafbedürfnis, ohne das Gefühl zu haben, sich verausgaben zu müssen. Bei stark ausgeprägter Manie allerdings wird die berufliche Überaktivität dann oft zu einem wirtschaftlichen Problem, denn es fehlt an Selbstkritik, es kommt zur Selbstüberschätzung und nicht selten fühlt sich etwa ein Abteilungsleiter mit einer Manie schnell zum Konzernchef berufen, will das Unternehmen umstrukturieren oder gibt sehr viel Geld, auch persönliche Mittel, für nicht angemessene Anschaffungen Villa, Luxuslimousine etc.
Auch im sozialen Bereich kommt es zu Problemen, vor allem wegen Distanzlosigkeit und Kritikschwäche, zum Beispiel gegenüber Alkohol sowie der Neigung zu sexuellen Ausschweifungen. In einer später nachfolgenden depressiven Episode werden die Handlungsweisen während der Manie oft als schuldhaft und belastend empfunden. Depressionen können zwar in jedem Lebensalter erstmals auftreten, jedoch kommt das Vollbild einer Depression im mittleren Lebensalter am häufigsten vor.
Verlaufsuntersuchungen haben gezeigt, dass die Vorboten für Depressionen bereits im frühen Lebensalter zu erkennen sind, allerdings nicht als Depression, sondern als Angsterkrankungen. Wir wissen heute, dass junge Menschen mit Angsterkrankungen, z. Panikattacken, ein erhöhtes Risiko haben, später an einer Depression zu erkranken. Erst im hohen Alter ist das Risiko, erstmals an einer Depression zu erkranken, vermindert.
Allerdings wissen wir nicht, ob sich Depressionen im Alter nicht in Wirklichkeit hinter einigen Formen der im Alter gehäuft vorkommenden Demenzen verstecken. Depressionen sind in der Bevölkerung weit verbreitet. Hierbei sind nicht die leichten depressiven Verstimmungen gemeint, die man als normale Gemütsreaktion verstehen könnte, sondern diejenigen Depressionen, die so stark beeinträchtigen, dass man sie behandeln muss, oder besser gesagt müsste, denn nur zu oft werden Depressionen nicht erkannt.
Wie gravierend sich das häufige Vorkommen von Depressionen auf unser wirtschaftliches und soziales Leben auswirkt, hat eine Studie der Weltgesundheitsorganisation WHO gezeigt, der zufolge Depressionen neben Herzkreislauferkrankungen die weltweit führende Ursache für die durch Behinderung beeinträchtigten Lebensjahre sind. Diese Berechnung ist auf die gesamte Lebensspanne bezogen.
Engt man die Altersspanne auf 15 bis 44 Jahre ein, wird der hohe Stellenwert dieser psychiatrischen Erkrankungen und hier der Depression besonders deutlich. Sie machen etwa ein Viertel aller durch Behinderung beeinträchtigten Lebensjahre dieser Altersgruppe aus. Auch die Krankenversicherungen können hiervon ein Lied singen: Antidepressiva gehören zu den meistverschriebenen Medikamenten überhaupt und nehmen einen Spitzenplatz bei den Arzneimittelkosten der gesamten Medizin ein.
Noch viel gravierender fallen die hohe Zahl der im Krankenhaus verbrachten Zeit und die Kosten für Arztbesuche und Psychotherapie ins Gewicht. Der schwerwiegendste Faktor aber sind die enormen Ausfallzeiten durch krankheitsbedingte Abwesenheit und Frühberentung. Die Kosten hierfür sind eine enorme Belastung für Arbeitgeber, Krankenkassen und das Rentensystem.
Dem Einzelnen, der von der Krankheit betroffen ist, wird dadurch signalisiert, dass er mit seinem Schicksal nicht alleine ist. Tatsächlich kann die Depression jeden treffen. Sie ist keine Erkrankung der Armen, Unterprivilegierten, derer, die am Rande der Gesellschaft leben und in einer wirtschaftlicher Notsituation sind.
Die Liste erfolgreicher Persönlichkeiten aus Kunst, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft ist lang: Ernest Hemingway und Klaus Mann gehören ebenso dazu wie Ted Turner Gründer des Nachrichtensenders CNN , Winston Churchill, Prinz Klaus der Niederlande und Keanu Reeves. Auch Michelangelo, Karl May, Frederic Chopin und Rudolf Diesel litten an Depression.
Legt man die Diagnosenentwicklung, zum Beispiel aus Krankenkassenstatistiken, zugrunde, dann könnte man diesen Eindruck tatsächlich gewinnen und viele hätten dann auch schon die Erklärung parat: Weil unser Leben eben so viel Stress mit sich bringt, werden vermehrt Depressionen ausgelöst. Hier sollte man aber sehr vorsichtig sein.
Früher, als Depressionen vermeintlich seltener waren, war die Bereitschaft wesentlich geringer als heute, Symptome einer Depression bei einer epidemiologischen Befragung preiszugeben. Diese können sich auf verschiedenen Ebenen manifestieren: bei einzelnen Individuen, in Teams, auf technischer Ebene und in der Organisation bzw. Auf individueller Ebene ist es beispielsweise förderlich, wenn die Mitarbeitenden eine Sinnhaftigkeit im Wissensmanagement bzw.
Durch den für sie erlebbaren Nutzen entsteht Motivation. Dieser Nutzen kann auch darin bestehen, dass sie sich wertgeschätzt fühlen, weil sie ihr Wissen teilen können. Auf der anderen Seite kann es aber auch hinderlich sein, dass jemand Angst vor einer Wissensenteignung hat — und davor, überflüssig zu werden, weil man sein Spezialistenwissen «absaugt». Aber auch der potenzielle Status- bzw.
Machtverlust im Unternehmen kann einen hemmenden Faktor auf individueller Ebene darstellen. Auf technischer Ebene können schlecht benutzbare Instrumente zur Dokumentation von Wissen die Weitergabe dessen erschweren. Sharepoint ist zum Beispiel in vielen Unternehmen das Bermuda-Dreieck für Daten. Mitarbeitende speisen etwas ein, finden es aber nie wieder.
Das ist extrem demotivierend. Auf der Ebene der Organisation ist eine offene, wissensorientierte Kultur mit einem partizipativen Wissensmanagement-Prozess sehr hilfreich. Auch eine gewisse Stabilität ist wichtig, um die Weitergabe von Wissen zu fördern. Für Unternehmen, die sich hingegen permanent in Reorganisation befinden, ist Wissensmanagement sehr schwierig zu bewältigen.
Das immer wieder beobachtbare Konkurrenzdenken zwischen einzelnen Organisationseinheiten beeinflusst das Wissensmanagement ebenfalls negativ. Und mit am wichtigsten: Es braucht vom Top-Management ein klares Bekenntnis zum Wissenstransfer. Dazu gehören die zeitlichen und personellen Ressourcen, die bereitgestellt werden müssen. Aber auch eine entsprechende Fehlerkultur, um nachhaltiges Wissensmanagement zu ermöglichen.
Wenn diese Ebene nicht mit gutem Beispiel vorangeht und das Thema mitträgt, ist das Wissensmanagement im Unternehmen tot. Fehlerkultur und Wissensmanagement hängen sehr eng zusammen und profitieren wechselseitig voneinander. Ihr Gegenüber wird sich rechtfertigen, doch Sie entkräften die Argumente. Mit starken Argumenten zeigen Sie in dieser Verhandlungsstrategie, dass sie eine durchsetzungsfähige Person sind, die optimistisch und selbstbewusst agieren kann.
Kleinere Forderungen, wie zum Beispiel die Zustimmung zur bezahlten Weiterbildung, können Sie am Ende in die Verhandlungsstrategie einbringen. Verhandlungstricks wie dieser zeigen dem Arbeitnehmer, dass die Strategie erfolgreich verläuft. Wenn es um Verhandlungen geht, gibt es einige Fehler, die den Erfolg zunichtemachen können. Es gilt, diese zu vermeiden:.
Wer sich eine gute Verhandlungsstrategie zurechtlegt und die bekannten Verhandlungstricks aus der Verhandlungspsychologie nutzt, kann seine Forderung leicht umsetzen. So kann man jeden von sich und seinen Argumenten überzeugen. Hier können Sie den Beitrag an Freunde oder Bekannte per E-Mail weiterempfehlen Hinweis:.
Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass unsere Weiterempfehlungsfunktion nur genutzt werden darf, wenn der Empfänger der E-Mail sich nicht von der E-Mail beeinträchtigt fühlt. Bitte verwenden Sie zukünftig einen der unten aufgeführten, kostenlosen Webbrowser: Edge Microsoft Firefox Mozilla Foundation Chrome Google. Welche Skills braucht man für Verhandlungsgeschick?
In welchen Situationen können Sie Verhandlungspsychologie im Job nutzen? Lösungen bringen Erfolg in der Verhandlungssituation Wer gut verhandeln möchte, der sollte wissen, dass ein Ergebnis erzielt werden muss, dass alle Verhandlungspartner zufrieden stellt. Den richtigen Zeitpunkt wählen Sie möchten den Chef um ein höheres Gehalt bitten?
Höher einsteigen, sich auf Kompromisse einlassen Einer der besten Verhandlungstricks, die die Verhandlungspsychologie kennt: Die Forderungen nicht zu tief anzusetzen. Einer der besten Verhandlungstricks: Nennen Sie eine krumme Summe Verkäufer kennen diesen beliebten Trick aus der Verhandlungspsychologie, bei dem Sie nicht nur Ihr Geschick für die Verhandlung beweisen, sondern Ihrem Gegenüber in der Verhandlung auch zeigen, dass Sie ein echter Experte sind.
Setzen Sie Körpersprache und Mimik ein In der Verhandlungspsychologie kommt es nicht nur auf die Tricks an, mit denen Sie die Verhandlung verbal lenken können. Das Tempo verringern — Forderungen wirken lassen Eine Verhandlung kann hitzig werden, doch wer sich Zeit in der Verhandlungsstrategie lässt, kann Erfolge erzielen. Am Ende geht es um den Verhandlungserfolg Kleinere Forderungen, wie zum Beispiel die Zustimmung zur bezahlten Weiterbildung, können Sie am Ende in die Verhandlungsstrategie einbringen.
Welche Fehler sollten Sie bei der Verhandlung unbedingt vermeiden? Es gibt aber auch wiederkehrende, in der Fachsprache auch rezidivierend genannte depressive Episoden. Je nach Form machen sie sich unterschiedlich bemerkbar und brauchen verschiedene Behandlungsansätze. Depression kann auch in besonderen Lebenssituationen auftreten, wie z. Dann spricht man von Wochenbettdepression.
Jeder fühlt sich manchmal lustlos oder unglücklich. Im besten Fall geht dies vorüber. Doch bei einer Depression ist das anders. Bei dieser Krankheit ist die gesamte Lebensfreude dauerhaft stark beeinträchtigt. Vielen Menschen fällt es schwer, eine Depression als solche zu erkennen. Was also macht eine Depression aus? Eine Depression ist eine krankhafte Gemütsstörung.
Typische Anzeichen sind eine gedrückte Stimmung und andauernde Interessenlosigkeit. Zusätzlich fällt es schwer, alltägliche Aufgaben zu bewältigen. Und das über einen langen Zeitraum. Betroffene leiden oft unter dem Gefühl, keinen Einfluss auf ihr Verhalten zu haben. Suizidgedanken sind bei einer Depression keine Seltenheit.
Depressionen können in jedem Alter und in jedem Kulturkreis der Welt auftreten. In Deutschland sind rund 16 Prozent der Bevölkerung irgendwann in ihrem Leben von einer Depression betroffen - Frauen etwas häufiger als Männer. Die genauen Ursachen für eine Depression sind weitestgehend unbekannt. Es wird vermutet, dass ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren verantwortlich ist.
Dazu zählen zum Beispiel genetische Veranlagungen oder auch psychisch belastende Erlebnisse. Und: Wenn Familienmitglieder an einer Depression erkrankt sind oder waren, kann dies die Entstehung der Erkrankung bei einem selbst begünstigen. Mitunter treten Depressionen auch während oder kurz nach einer Schwangerschaft auf.
Eine Depression verläuft in der Regel in Phasen, sogenannten Episoden und bei jedem Betroffenen anders. Das betrifft besonders die Anzahl der Episoden sowie die Zeiträume zwischen ihnen. Es ist möglich, dass ein Betroffener nach einer depressiven Episode keinen Rückfall erleidet. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass die Depression wiederkehrt. Sie kann in unterschiedlichen Schweregraden und auch chronisch verlaufen.
Eine Depression lässt sich durch Gespräche mit Ärzten oder Psychotherapeuten feststellen. Dabei werden die verschiedenen Krankheitsanzeichen und deren Dauer ausgewertet. Manche Krankheiten, zum Beispiel Schilddrüsenerkrankungen, Demenz oder Angststörungen zeigen ähnliche Symptome. Diese werden ausgeschlossen, bevor die Diagnose Depression gestellt wird.
Die Behandlung verfolgt zwei Ziele: Die Symptome sollen nachlassen und Rückfälle in weitere depressive Phasen verhindert werden. Wichtig zu wissen: Depressionen verschwinden auch mit einer Behandlung nicht von heute auf morgen. Eine spürbare Besserung des seelischen Wohlbefindens benötigt Geduld. Noch Fragen? Weitere Informationen zum Thema Depression finden Sie auf dem Gesundheitsportal der Stiftung Gesundheitswissen.
Von Mensch zu Mensch zeigen sich Depressionen in unterschiedlichen Ausprägungen. Häufige Anzeichen sind:. Egal ob man etwas Belastendes erlebt hat oder psychisch krank ist — in akuten Krisen kann es guttun, sich jemandem anzuvertrauen.